1.Band



2.Band

(Out of print)















































































































Copyright Elke Rehder mit ihrer ausdrücklichen Genehmigung

http://www.elke-rehder.de/

Archive































































Die authentischen Urheberrechte der vorstehenden Bilder im Kleinformat der (ehemaligen) Schachweltmeister sind z. Zt. nicht erkennbar.




Artikel in
spanischer Sprache
TablaDeFlandes.com





Aktuelle
Schachnachrichten






K A R L
Das kulturelle
Schachmagazin











Site search

Letzte Beiträge

Unbekannte Personalien von Alexander Aljechin….. 2º Teil

Nun zitieren wir einige Begriffe und hören die Antwort von Aljechin:
 
 
 
Schach
 
Das Schach ist für mich kein Spiel sondern Kunst.
.
.
.
.
.
.
Gemalt von Elke Rehder
Wenn ich Schach als Kunst ansehe, dann übernehme ich auch alle damit verbundenen Verpflichtungen.
Jeder herausragende Schachspieler mit Talent hat nicht nur das Recht sondern die Pflicht, sich als Künstler einzustufen.
Mit dem Schach habe ich meinen Charakter erzogen.
Das Schachspiel lehrt vor allem, objektiv zu sein.
Einer kann nur ein grosser Meister werden, wenn er seine Fehler und Irrtümer eingesteht.
 
 
 
 
Kunst
 
Was mich besonders an unserer Kunst begeistert, ist die wahrhaftige Schönheit.
.
.
.
.
.
.
Gemalt von Elke Rehder
 
 
Kindheit
 
Schon als Kind bemerkte ich, dass ich ein Talent für das Schachspiel hatte und zwar anlässlich einer Blind-Simultanvorstellung in Russland des amerikanischen Schachspieler Harry Nelson Pillsbury:
.
.
.
.
.
.
copyright chessbase.de
 
 
Der Kampf
 
 
Ich spiele nicht Schach sondern kämpfe im Schach. Deswegen versuche ich, die Taktik mit der Strategie zu verbinden, d.h. das Phantastische mit dem Wissenschaftlichen, das Kombinatorische mit dem Positionellen und versuche den Forderungen in jeder spezifischen Stellung nachzukommen.
 
Für den Schachkampf ist es vor allem notwendig, die menschliche natürliche Veranlagung und die Psychologie des Gegners zu verstehen.
 
Anfänglich kämpfen wir gegen die Figuren, wir kämpfen aber auch gegen unseren Gegner, der sich freiwillig gegen uns stellt, gegen seine individuellen Eigenschaften und gegen die Nerven.
.
.
.
.
.
.
gemalt von Elke Rehder
 
 
Erfolg
 
Um Erfolg zu haben, sind drei Faktoren notwendig:
1. seine eigenen Stärken und Schwächen zu kennen.
2. zu versuchen, die Stärken und Schwächen Deines Gegners herauszubekommen und
3. zu verstehen, dass das Endziel wichtiger ist als eine zeitweilige Genugtuung.
 
 
Mein Ziel besteht darin, den wisschenschaftlichen und künstlerischen Nutzen zu erzielen, die dann das Schach zu einer Kunst gestalten.
.
.
.
.
.
.
Aljechin Nottingham 1936
Courtesy Arqto. Roberto Pagura, Buenos Aires
 
 
Fantasie
 
Wenn ich Schach spiele, entwickelt sich in meinem Inneren ein Kampf mit der Fantasie einerseits und eine besonnene Vernunft anderseits.
Das Übertreiben der Vorstellungskraft oder des rationellen Denkens kann ebenso gefährlich sein.
 
Diese beiden Kräfte tendieren zu Gegensätzlichkeiten, jedoch muss man sie harmonisch halten.
 
Das ist das, was ich immer versuche, wenn ich mich dazu in der Lage sehe.
 
Allerdings hat die Fantasie einen absoluten Vorrang. Sie arbeitet in mir mit aller Intensität.
Ich muss versuchen, sie irgendwie besser zu beherrschen……
Irgendwann einmal mussten die Menschen Halbgötter gewesen sein; sonst hätten sie das Schach nicht erfunden.
.
.
.
.
.
copyright n00b-hackz.de
 
 
Capablanca
 
Niemals hat es vorher ein solches Genie gegeben, und wird es auch nicht mehr geben.
.
.
.
.
.
courtesy Arqto. Roberto Pagura, Buenos Aires
 
 
Match Capablanca – Aljechin
 
Die Bedingungen des Kubaners waren, $ 10.000.— als Preisgeld aufzubringen und, dass derjenige gewinnen würde, der 6 Siege erreicht.
Bis zu jener Zeit konnte ich nicht eine einzige Partie gegen ihn gewinnen. Mein Ergebnis war: 5 Niederlagen und 7 Remise.
Dann dachte ich mir: “Wie kann ich 6 Partien gegen Capablanca gewinnen, aber wiederum kann ich mir auch nicht vorstellen, wie er 6 Partien gegen mich gewinnen kann!”
Seinerzeit war es das längste match, das jemals um die WM gespielt wurde: 34 Partien in 73 Tagen.
 
Den Erfolg, den ich dann gegen Capablanca erzielen konnte, schreibe ich meiner psychologischen Überlegenheit zu.
 
 
Capablanca spielte, in dem er sich auf sein ausserordentliches und intuitives Talent stützte.
Im allgemeinen sollte man den Gegener gut kennen, ehe man anfängt zu spielen.
So entwickelte sich die Partie in einen Vermittler des Individuellen und der Eigenliebe, die eine ganz wichtige Rolle beim Ergebnis des Treffens spielt.
 
 
Damengambit
 
Wir spielten dieses Gambit in 32 Partien, Capablanca und ich während des matches.
16.9. bis 26.11.1927
Buenos Aires
José Capablanca
Alexander Aljechin
 
.
.
Modus: Sechs Siege
 
 
 
Rudolf Spielmann
.
.
.
.
.
.
copyright chessgames.com
Er erklärte: Aljechin gewinnt nicht eine Partie. Bogoljubow sagte, dass das Endergebnis bei 6 zu 3 für Capablanca ausgehe.
Aber auf meiner Seite standen Dr. Emanuel Lasker, Réti und
Dr. Tartakower.
Ich gewann 6 Partien, erzielte 25 Remise und erlitt 3 Niederlagen.
 
 
Olga Chagodayeva:
.
.
.
.
.
.
copyright  hecfran.com.ar
Sie war Capablancas zweite Frau und mit ihren Eltern während des Bürgerkrieges ausgewandert und kurz mit einem Gardisten der weissen Bewegung verheiratet.
Dann heiratete sie einen amerikanischen Sportler, der Olympiasieger geworden war.
Zu jener Zeit war Capablanca von seiner ersten Frau geschieden.
Einmal traf ich sie in einer Empfangshalle und begrüsste sie.
Danach fragte ich sie, warum ihr Mann mich nie grüsse, wenn wir uns trafen.
(Hierzu bitte ich, dass alle das zur Kennntnis nehmen.)
 
Sie antwortete mir, dass der Grund sicher darin zu suchen sei, dass ich es immer abgelehnt habe, einem Revanchekampf zuzustimmen.
 
Warum wollen Sie dieses match nicht spielen? Vielleicht haben Sie Angst vor dieser Begegnung?”
.
.
.

.
.
.
gemalt von Elke Rehder
Na, ja, dachte ich: Das sind so Sachen von Frauen….!
 
Gyula Breyer
.
.
.
.
.
.
copyright chessgames.com
Ich konnte seinen Blindspiel-Rekord brechen, in dem ich 28 Partien gleichzeitig spielte mit 22 Siegen, 3 Remisen und 3 Niederlagen.
 
 
Seine Kindheit
 
Ich ging in Schachklubs ohne, dass meine Eltern es wussten.
.
.
.
.
.
.
Das arische Schach und das jüdische Schach in der Pariser Zeitung
.
.
.
.
.
.
Es gibt nicht diese 6 Artikel, nicht einmal ein Wort von mir.
 
 
Hans Frank, der Blutrünstige des besetzten Polens
.
.
.
.
.
.
copyright dhm.de
Ich war sein Freund mitten in der Nazizeit.
Mich zu verweigern, wäre eine unbeschreibliche Waghalsigkeit gewesen, wenn nicht sogar Mord.
Der 2. Weltkrieg war Schuld daran, dass ich alles verlor, was ich als Weltmeister gewonnen hatte.
 
Sie werden als Kollaborateur beschuldigt
.
.
.
.
.
.
Falsch!
 
 
Seine Mutter
.
.
 
Absolut nicht anwesend.
 
 
Fortsetzung im 3. und letzten Teil.
 
Sitges (Barcelona), im Juli 2010

Write a comment