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Breitenschach für junge Damen (natürlich aus gutem Hause)

 

 

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 gemalt von Dirc van Delf

(zwischen 1405-1410)

 

von Frank Mayer, Sitges (Barcelona)  

 

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Vergangenheit:

 

In der Tat wurde das Schachspiel erst ab dem Mittelalter von Frauen ausgeübt.

Ihre Teilnahme an dem königlichen Spiel beschränkte sich einerseits darauf, sich zu Hause mit dem “göttergleichen” Gatten zu messen oder andererseits es mit einer Freundin als niedlichen Zeitvertreib anzusehen.

 

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 gemalt von Frederick Judd Waugh

 

Die Mitbürger, die von diesem “schachlichen Treiben”

Mit dem Ehemann oder einem zukünftigen Anwärter auf das Ehebündnis erfuhren, sahen in dieser Zweisamkeit, sofern es sich nicht um den bereits Angetrauten handelte, als einen ernsthaften Schritt in Richtung einer Familiengründung.

 

Das Schach war also schon seinerseits für junge Damen eine günstige Gelegenheit, sich mit dem Ehekandidaten erst einmal auf dem Schachbrett auseinanderzusetzen.

 

In Übereinstimmung mit der Professorin für historische Wirtschaftsgeschichte in London und Cambridge, Mrs. Eileen Powers, wurde den jungen Damen aus “gutem Hause” in der damaligen Zeit die klösterliche Schulerziehung und folgender Lernstoff aufgetragen:

 

  • Lesen und Schreiben
  • Geschichten zu erzählen, romantische Bücher zu lesen und Gedichte zu beurteilen
  • Damenmode und geeignete Kleidung kennenzulernen
  • Umgangsformen zu verbessern und sich ordentlich auszudrücken
  • Scharfsichtig zu sein

 

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  • Schachspielen
  • Unterricht erteilen

 

Gegenwart:

Aufgrund der mehr als bedauerlichen Tatsache, dass man bei der Teilnahme an Open-Turnieren nach Spielerinnen – seien es nun ganz junge,

 

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 jüngere, mittelreife oder ältere Damen –  wie eine Stecknadel im Heuhaufen suchen muss, soll dieser Artikel insbesonders zu Gunsten von

 

                   Breitenschach für junge Damen

 

werben.

 

Meine lieben und hochverehrte Damen:

Bitte, bedenken Sie doch einmal die von Herrn Herbert Zapf

auf der Website vom DSB vorgetragenen Argumente:

 

“In einer Zeit, die von Schnelllebigkeit, Konsumdenken, Fremdbestimmung und durch ein hohes Maß an äußerer Ablenkung geprägt ist, wächst die Bedeutung von ausgleichender zur Besinnung und Selbstbesinnung führender Tätigkeit.

In dieser Hinsicht bietet das Schachspiel

 

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Gemalt von John Lavery

 

vielfältige Möglichkeiten. Abgesehen von den positiven Auswirkungen auf das menschliche Denken, enthält es eine Fülle von persönlichkeitsbildenden Aspekten.

Künstlerische, wissenschaftliche und sportliche Anteile lassen sich im Schach wiederfinden, individuell-erzieherische Momente kommen in gleichem Maße zum Tragen wie gesellschaftlich-soziale.

Deshalb kann das Schachspiel einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung des allgemeinen Bildungs- und Erziehungsauftrages unserer Schulen leisten……

Es ist nie zu spät, um das Schachspiel zu erlernen.

Auch, wenn die im Mittelalter gebotenen Lernstoffe inzwischen “überarbeitet” sind und heute noch nicht wieder in den Schulen den gewünschten Durchbruch erreicht haben, stellen wir Ihnen nachstehend eine Serie von Scherenschnitten vor, die Sie zum Nachdenken, Ermuntern und Umsetzen in die Tat anregen sollen:

                 

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 jungeDamen-9

              

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 (alle Scherenschnitte aus Sarah’s Chess Journal)

 

Ist das nicht herrlich, auch durch das Schachspiel einem Partner näherzukommen?

 

P.S. Andererseits verlangt wirklich keiner, dass eine der aufstrebenden jungen Schachspielerinnen das Spielniveau der nachstehend abgebildeten Schönheit erreicht:

 

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Gemalt von Anibal López Lenci

 

 Sitges (Barcelona), im Oktober 2014


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